Bewusstes Schreiben (Teil 2): drei tiefgreifende Fragen mit überraschenden Effekten
Fragen, die den Blickwinkel verändern.
Als Ergänzung zum ersten Teil des Themas Bewusstes Schreiben folgen heute drei weitere Fragen bzw. Übungen, die tiefgreifende Veränderungen anstossen können - denn sie unterbrechen vertraute Denkmuster und eröffnen neue Perspektiven.
1. Welche Geschichte möchte ich mir am Ende dieses Monats, dieses Jahres, meines Lebens nicht mehr erzählen? Welche stattdessen?
Eine Frage, die direkt an den eigenen Kern führt.
Dem, was dabei auftaucht, darf Aufmerksamkeit geschenkt werden – und Antworten. Daraus entstehen oft kleine oder große Bewegungen, Veränderungen in Haltung und Priorisierung, entscheidend und nicht selten befreiend.
Eine Frage, die gerne Klarheit schafft.
2. Was würde ich tun, wenn ich sicher wäre, dass es ein voller Erfolg wird?
Eine Frage, die die innerlichen “Stopp”-Schilder umfährt - das Ziel klar vor Augen. Um die nächsten Schritte klar zu eruieren - den (Selbst-) Zweifel mal kurz geparkt. Um dann die nächsten und notwendigen Schritte zu notieren. Schritt für Schritt - und los geht’s!
3. Eine – wie ich finde – besonders schöne Übung ist der „Evening Check“ von Karin Kuschik (aus 50 Fragen, die das Leben leichter machen).
Dabei geht es um drei kurze Fragen, die man sich zum Abschluss des Tages stellen kann: schnell, intuitiv und ohne langes Nachdenken oder Ausformulieren. Ein Stift, ein Zettel – und los geht’s.
Was hat mich heute gestört?
Was hätte ich getan, wenn ich voll in meiner Kraft gewesen wäre?
Was war heute am Schönsten?
Die Antworten sind oft überraschend – manchmal auch ähnlich oder von Wiederholungscharakter, wenn man diese Übung regelmäßig anwendet. Und genau darin liegt ihre Stärke - diese Übung ist auf jeden Fall eines: überraschend effektiv.
Foto: David Schwarzenberg / Pixabay (CC0 – frei nutzbar)