Resilienz.
Ein großes Wort.
Doch was ist das eigentlich? Kannst Du es für Dich definieren? Oder weisst Du, wie Du das in Deinem Alltag konkret umsetzt?
Ich wußte es im größten Stress irgendwie nicht mehr. Das Leben strudelt, belastende Themen und Ereignisse häufen sich und in ruhigen Momenten tauchen die Fragen auf: hab ich doch nicht genug “Werkzeug” um Stand zu halten? Um wie ein Fels in der Brandung stehenbleiben zu können? Trägt es mich jetzt “weg” und wenn ja, wohin? Hab ich mir wohl keine Resilienz aufgebaut mit allem, was ich bisher bereits gemacht habe?
Und mir wir klar, dass meine Definition wohl nicht stimmt. Mein Missverständnis zu diesem Thema wird mir bewußt.
So viel hab ich darüber gelesen und gehört. Und dennoch musste ich nochmal neu ansetzen. Und das genau dann, als es nicht um Theorie ging, sondern um mein inneres Erleben, mitten im eigenen Leben.
Und dann begegnet mir der Satz von Dr. Tara Narula:
Be the river not the rock.
Und ich verstehe: es geht nicht um “aushalten” oder “stark sein”. Oder um “standhaft bleiben”.
Es geht um “fliessen”, “zulassen”, “mitgehen”, “neue Ausrichtung” und “neue Ziele”. Im tiefen Vertrauen, dass mir neue Landschaften begegnen, die meinen Ausblick ausmachen und meine Erfahrungen erweitern. Und auch, dass ich genau da meine eigenen Ressourcen entdecken werde.
Langgesteckte Ziele und Vorstellungen können uns fixieren. Uns darauf einzulassen, das bringt uns weiter im Leben.
Der Fels widersteht der Veränderung, der Fluss findet einen neuen Weg.
Wenn Du ebenfalls schon viel über Resilienz gehört hast, eines daran ist auf jeden Fall wahr: sie ist erlernbar und trainierbar.
Hierfür möchte ich Dir die acht Bausteine der Resilienz darstellen, die von Dr. Tara Narula wie folgt zusammengefasst wird:
Akzeptanz der Realität und der eigenen Situation.
“Was kann ich kontrollieren? Was liegt in meinem Einflussbereich?”
Bewusst aufzuhören, gegen Tatsachen anzukämpfen.
Eine flexible Denkweise, eine Anpassungsfähigkeit.
Dies ist ja eigentlich der Kern der benutzten Metapher: das innere Commitment “Ok, ich gehe mit…”
Achte auf Deinen Körper, gerade im Stress!
Hierbei geht es unter anderem um nahrhaftes Essen, ausreichend Schlaf und Bewegung…
Soziale Verbundenheit und das bewusste Suchen danach.
Klar, auch Rückzug kann in solchen Phasen sinnvoll sein, unter anderem zum eigenen Schutz.
Gemeint ist hier ein bewusstes Anknüpfen in geschütztem und gewähltem Rahmen.
Die Fähigkeit Ängsten zu begegnen.
Wenn es “innerlich wackelt”, dann wackelt oftmals auch die innere Sicherheit. Eine Vermeidung verschafft hier kurzfristig Erleichterung, kann langfristig jedoch auch die Angst stärken.
Kleine Schritte. Und vielleicht auch mit Hilfe von anderen.
Liebe und Mitgefühl.
Für andere. Und vor allem auch: für sich selbst.
Hoffnung.
Kein naiver Positivismus, sondern als Überzeugung. Den Blick für Möglichkeiten zu trainieren, statt nur auf Probleme.
Sinn und Zweck in Deinem Leben.
Ein “Wofür” in sich zu finden.
Hör in meine kurzweilige Podcastfolge zu diesem Thema: alltagsnah dargestellt, Wissenschaft greifbar gemacht.
Diese Folge findest Du hier: Apple Podcast | Spotify | Deezer.
“You have to flow with life to get the most out of live.”
Bildquelle: pixabay von ajs1980518